Natur

Natur erleben in der
Feriengemeinde Blekendorf

In der Gemeinde Blekendorf/ Sehlendorf liegt das Naturschutzgebiet Sehlendorfer Binnensee. Die biologisch interessantesten Teile dieses Schutzgebietes sind von einem Wanderweg aus und über zusätzliche Einrichtungen der Besucherlenkung, wie beispielsweise zwei Plattformen, gut einzusehen.

Der Sehlendorfer Binnensee ist der einzige Strandsee in der Hohwachter Bucht, der noch eine offene Verbindung zur Ostsee besitzt. Deshalb erhöht sich der Salzgehalt im See, wenn Ostseewasser einströmt und sinkt bei tieferen Wasserständen. Die wechselnden Salzgehalte  sind entscheidend für eine ganz spezielle Tier- und Pflanzenwelt in diesem Schutzgebiet.

Der NABU, der das Gebiet betreut, bietet in der Saison, bei größeren Gruppen auch auf Wunsch, Führungen an.


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Der Sehlendorfer Binnensee

ist ein flacher Strandsee, der ursprünglich aus einer Meeresbucht hervorgegangen ist. Er ist der einzige Strandsee in der Hohwachter Bucht, der über einen schmalen Gewässerlauf noch eine offene Verbindung mit der Ostsee besitzt. Über diesen Gewässerlauf. Broeck genannt, strömt bei hohen Wasserständen in der Ostsee Meereswasser in den Binnensee und vermischt sich hier mit dem Süßwasser aus dem Hinterland zu Brackwasser. Bei niedrigen Wasserständen in der Ostsee überwiegt wieder der Süßwassereinfluß im See. Die wechselnden Salzgehalte im See prägen die Zusammensetzung der Tier- und Pflanzenwelt .

Durch häufige Überschwemmungen kommt es in der Niederung zur Ausbildung von Salzwiesen mit besonders  angepaßten Pflanzenarten, wie Queller, Meerstrandwegerich, Laugenblume und Salzstrandsode.

Auf nicht beweideten Flächen entwickelt sich ein besonderes Brackwasserröhricht mit Sumpfgänsedistel, Engelwurz, Löffelkkraut und vor allem dem ansonsten in Schleswig Holstein so seltenen Eibisch.

Der Binnensee ist bei seiner Entstehung durch einen breiten Strandwall vom Meer abgetrennt worden. Auf ihm hat sich ein typischer Trockenrasen mit Silbergras, Sandsegge, Mauerpfeffer und Dünenstiefmütterchen entwickeln konnen.

Teilweise ist der Strandwall überdünt. Hier kommen neben Strandhafer und Strandroggen auch die geschützte Stranddistel vor.

Am Strand selbst gedeiht auf den geschützten Flächen Salzstrandmiere, Kalisalzkraut, Meerkohl und Meersenf. ‚

Im Strandbereich des Naturschutzgebietes ist eine Fläche für Strandbrüter wie Sandregenpfeifer, Zwergseeschwalbe und Austernfischer reserviert und für den Publikumsverkehr gesperrt. Der Strand ist aber auch hier am Spülsaum zu betreten und die Vögel können von hier aus beobachtet werden.

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Der Binnensee ist bei seiner Entstehung durch einen breiten Strandwall vom Meer abgetrennt worden. Auf ihm hat sich ein typischer Trockenrasen mit Silbergras, Sandsegge, Mauerpfeffer und Dünenstiefmütterchen entwickeln konnen.

Teilweise ist der Strandwall überdünt. Hier kommen neben Strandhafer und Strandroggen auch die geschützte Stranddistel vor.

Am Strand selbst gedeiht auf den geschützten Flächen Salzstrandmiere, Kalisalzkraut, Meerkohl und Meersenf.

Im Strandbereich des Naturschutzgebietes ist eine Fläche für Strandbrüter wie Sandregenpfeifer, Zwergseeschwalbe und Austernfischer reserviert und für den Publikumsverkehr gesperrt. Der Strand ist aber auch hier am Spülsaum zu betreten und die Vögel können von hier aus beobachtet werden.

Eine gekennzeichnete Sperrzone im Flachwasserbereich vor der Brut- und Rastfläche soll verhindern, dass Kitesurfer und andere Wassersportler zu dicht an die Brutfläche geraten.

Auch sonst bietet das Naturschutzgebiet für den Gast gute Beobachtungsmöglichkeiten. Ein Wanderweg zwischen Sehlendorf und Hohwacht führt an den vogelkundlich interessantesten Teilen des Gebietes vorbei. Von diesem Wanderweg aus sind zwei Beobachtungsplattformen zu erreichen, von denen aus man große Teile des Gebietes überblicken kann. So ist es keine Seltenheit von hier aus Seeadler bei der Jagd oder Kraniche beim Einschweben zu beobachten.

Informationstafeln klären darüber hinaus über die biologischen Besonderheiten des Naturschutzgebietes auf.

Die Hohwachter Bucht ist ein Brennpunkt für den Vogelzug. Der Sehlendorfer Binnensee bietet dabei für viele Arten Nahrung und Rastmöglichkeit.

Beeindruckend ist das Synchronfliegen großer Scharen von Zwergmöwen im Sommer. Im Juli – August erscheinen auch schon die ersten Limikolen, wie Goldregenpfeifer und Kiebitze aus ihren Brutgebieten. Gleichzeitig versammeln sich hier große Scharen von Graugänsen zur Mauser. Es folgen später im Jahr Brachvögel und Alpenstrandläufer, mehrere Entenarten und schließlich Nonnen- und Blessgänsen. Im Winter rasten regelmäßig nordische Singschwäne auf dem Binnensee.

Das Naturschutzgebiet wird vom NABU betreut. Mitglieder der Lütjenburger NABU-Gruppe sichern zu Beginn der Brutzeit die Brutfläche am Strand, wodurch sich auch die trittempfindliche Strandflora hier äußerst üppig entwickeln kann.

Weitere Infos zum NABU unter: NABU Schleswig-Holstein

Das Ausbingen von Brutflößen für Fluss-Seeschwalben im Binnensee hat sich bei den häufig wechselnden Wasserständen

Das Ausbingen von Brutflößen für Fluss-Seeschwalben im Binnensee hat sich bei den häufig wechselnden Wasserständen sehr bewehrt.

Der NABU bietet darüber hinaus biologische Führungen an, für grössere Gruppen auch nach Vereinbarung. Diese können Sie gerne per Email bei der Tourist-Information Sehlendorfer Strand anmelden.

Wir danken Herrn Lothar Sielmann, für die Überlassung und Veröffentlichung der Fotos und des Textes.

www.nabu-luetjenburg.de